Freiwillige Feuerwehr

Ansprechpartner des Vereins:

Martin Eiring
1. Vorsitzender
Jörg Röder
Wehrführer
In der Hohle
36381 Schlüchtern
Spessartstrasse 1
36381 Schlüchtern

Der Verein unterteilt sich in 3 Gruppen:

  1. Einsatzabteilung
  2. Jugendabteilung
  3. Männerballett

Kurzchronik

Bis zur Mitte des Jahres 1933 bestand in Hohenzell eine Pflichtfeuerwehr, dann wurde die „Freiwillige Feuerwehr Hohenzell“ gegründet. Der damalige Ortsbrandmeister Adam Röder übernahm auch die Freiwillige Feuerwehr. Er war 25 Jahre – von 1924 bis 1949 – als Ortsbrandmeister tätig. 1949 übernahm der Schornsteinfegermeister Hans Uffelmann die Wehr. Er musste die Leitung wegen seiner Übersiedlung als Bezirksschornsteinfegermeister nach Sterbfritz 1951 abgeben. Ab dieser Zeit war Ludwig Schüßler Ortsbrandmeister.

Ehrungen zum 50 jährigen Bestehen
Ehrungen zum 50 jährigen Bestehen

Die Freiwillige Feuerwehr Hohenzell war bis zum Jahre 1943 mit einer Handdruckspritze ausgerüstet. Erst 1943 konnte eine TS 8/8-Motortragkraftspritze angeschafft werden. Diese wurde dann im Jahre 1958 von einer TS 8/8 Ziegler auf Anhänger (TSA 8/8) ersetzt. Obwohl die Handdruckspritze gegenüber den heutigen Motorspritzen als ein Monstrum zu bezeichnen ist, hatte die Pflichtfeuerwehr Hohenzell im Februar 1928 bei eisiger Kälte (Temperaturen bei -25 bis -30 Grad Celsius) einen hervorragenden Anteil bei der Bekämpfung des Brandes in der Städtermühle Niederzell gehabt. Hier hatte nicht Menschenkraft versagt, sondern die Technik.

Schon im Jahre 1955 wurde in der Scheune eines Feuerwehrmitgliedes das erste Feuerwehrfest gefeiert. Das im Jahre 1958 erbaute Spritzenhaus in der Spessartstraße hatte auch einen Schlauchturm, der zum Trocknen der Schläuche dringend benötigt wurde.

1960 wurde zusätzlich noch ein Schlauchwagenanhänger angeschafft, welcher noch im gleichen Jahr bei einem Großbrand im Staatsforst Marjoß, sowie bei einem Brand im landwirtschaflichen Anwesen Simon in Bellings zum Einsatz kam.

In den Nachtstunden des Jahres 1964 wurde die Hohenzeller Bevölkerung durch die Sirene und durch Glockengeläut geweckt. Bei dem verheerenden Großbrand der beiden Anwesen Müller und Hildebrand wurden einige Stücke Großvieh, die nicht mehr von der Wehr befreit werden konnten, durch Rauch und Feuer getötet.

Am 18. März 1970 war ein großer Tag für die Freiwillige Feuerwehr Hohenzell: An diesem denkwürdigen Datum wurde die Jugendfeuerwehr gegründet. Heinrich Beringer war Initiator und Motor der Gründung. Er leitete die Geschicke und Erfolge der Jugendfeuerwehr in den Anfangsjahren.

Im Jahre 1972 wurde der bis dahin im Dienst befindliche TSA durch das erste Fahrzeug der Wehr ersetzt; einem Ford Transit TSF 8/8 (Tragkraftspritzenfahrzeug). Es wurde in der Garage von Nikolaus Zinkhand in der Frankfurter Strasse untergebracht. Nunmehr konnte Mannschaft und Gerät voll motorisiert zur Einsatzstelle transportiert werden.

In den Nachmittagsstunden des Jahres 1974 wurde die Hohenzeller Bevölkerung durch Kirchenglockengeläut zu einem erneuten Brand im Anwesen Hildebrand gerufen. Da die Sirenenanlage defekt war, wurde man erst spät auf den Brand aufmerksam. Die Kirchenglocken läuteten hierauf Sturm. Bei diesem Brand wurde eine 77-jährige Bewohnerin von den Flammen erfasst und konnte nur durch mutigen und entschlossenen Einsatz der Nachbarn aus dem brennenden Haus geborgen werden. Sie verstarb aber leider wenige Tage später an den Folgen ihrer Verbrennungen.

1976 entstand ein neues Feuerwehrgerätehaus mit Fahrzeughalle und Unterrichtsraum auf dem ehemals zum Spielplatz gehörenden Gelände. Die Viehwaage und das Backhaus wurden in diesen Neubau mit eingegliedert. So konnte auch das TSF in zentraler Lage untergebracht werden.

1982 wurde eine neue TS vom Typ 8/8 Bachert angeschafft. Außerdem wurden auch ab diesem Jahr Mädchen in die Jugendfeuerwehr aufgenommen.

1989 bekam die FFW Hohenzell aufgrund einer Ersatzbeschaffungsaktion ein neues TSF der Marke Daimler Benz mit 4 Atemschutzgeräten. Die Geräteträger waren bereits seit längerem hierfür ausgebildet. Ab nun war es möglich, auch Brände mit starker Rauch- und Gasentwicklung sicher zu bekämpfen. Im Jahre 1990 wurde zur Ergänzung des Fuhrparks ein gebrauchter VW Bus MTF (Mannschaftstransportfahrzeug) aus Vereinsmitteln angeschafft. Diese Fahrzeugkonstellation wurde bis heute ständig aufrecht erhalten und erneuert.

In der Nacht zum 30. November 1991 wurden die Blauröcke zu einem nicht alltäglichen Einsatz gerufen. Ein Arbeiter einer nahegelegenen Großbaustelle machte eine nächtliche Tour mit seinem Radlader. Zu später Stunde fuhr er mit diesem gegen eine Betonmauer und legte das Fahrzeug auf die Seite, sodass erhebliche Mengen an Öl und Diesel ausliefen. Doch mit Hilfe der Fa. Bernges und einem weiteren Radlader wurde auch diese Situation gemeistert. Am 2. Juli 1994 errang die Wettkampfgruppe der Wehr bei tropischen Temperaturen erneut nach dem Jahre 1992 Stadtmeister.

Nicht nur auf örtlicher Ebene, sondern auch zu Einsätzen in benachbarten Orten wird die Freiwillige Feuerwehr Hohenzell heute über Sirene und Funkmeldeempfänger alarmiert. Zu Einsatzstichworten wie Bränden und brandtechnischen Diensten, wie zum Beispiel beim Großbrand der Stadthalle Schlüchtern 2002, gehören ebenso Alarmierungen zu Hilfeleistungseinsätzen, wie zum Beispiel Verkehrsunfälle oder Unwetterkatastrophen wie Anfang des Jahres 2003 in Schlüchtern, als die Kinzig nach starken Niederschlägen über ihre Ufer trat und zahlreiche Keller unter Wasser setzte oder im Jahr 2010, als ein Tornado über die Innenstadt von Schlüchtern fegte und eine Schneise der Verwüstung hinterlies.

Fortwährende Aus- und Weiterbildung der Mannschaften und Führungskräfte zählen ebenso zum täglichen Geschäft wie auch die ständige Pflege, Erweiterung und Erneuerung der Geräte, um für jegliche Vorkommnisse optimal gerüstet zu sein.